Auf der Panamericana nach Tumbes

09. Dez

Die Fahrt von Sechura nach Tumbes führte uns durch eine wunderschöne aride Landschaft.
Panamericana Norte, Peru
Je mehr die Panamericana Norte sich der Küste näherte, je mehr standen rechts und links der Straße Ölförderturme.
Ölförderturm Panamericana Norte, Peru
Peru fördert sowohl an seiner Nordküste als auch im Amazonasbecken Öl. Weniger für den Export vielmehr für die heimische Industrie. Im Gegensatz zum Amazonasbecken, bei der durch die Ölförderung zahlreiche indigenen Gemeinschaften ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, ist hier die Förderung doch recht „Umwelt“-verträglich.
Tumbes, Panamericana Norte, Peru
Tumbes
Tumbes, Panamericana Norte, Peru
Wie bisher jede peruanische Stadt, so begegnete uns auch Tumbes laut und chaotisch. Wir flüchteten in den südlicher liegende kleinen Ort Zorritos, in einen Bungalo von Casa de Diego, an einem fast menschenleeren Stand.
Finken, Zorritos, Peru
Casa de Diego, Zorritos, Peru
Casa de Diego, Zorritos, Peru
Strand bei Zorritos, Peru

Pyramiden von Túcume

08. Dez

Die Pyramiden von Túcume, auch Valle de las Pirámides genannt, sind allesamt aus ungebrannten Lehmziegel erstellt. Sie erstrecken sich über ein Areal von 220 Hektar und sind die größte bisher bekannte Ansammlung von Pyramiden dieser Art aus vorkulumbianischer Zeit.

Unweit von der Ortschaft Túcume, ca 30 km von Chiclayo entfernt,  im Departamento de Lambayeque in Nordperu, befindet sich dieses einzigartige archäologische Zeugnis.

Pyramiden von Túcume, Peru

Der offensichtlich neue Eingang des Parks liegt am Ende des Ortes Túcume rechts hinter der Polizeistation. Der Eintrittspreis ist moderat, wie bei allen archäologischen Stätten in Peru, die nicht vom Massentourismus betroffen sind.

Pyramiden von Túcume, Peru
Museum Nacional Sicán
Museum, Pyramiden von Túcume, Peru
nachgestellte Grabstätte, bzw. Opferstätte
Pyramiden von Túcume, Peru
Chronologie

Das Museum Nacional Sicán im Eingangsbereich erklärt ausführlich Geschichte und Hintergrund der Pyramiden bzw. Huacas (Tempelberge) als Zeugnis der Lambayeque-Kultur. Wo einst das Volk der Mochica lebte, besiedelte später das Volk der Sicán das Gebiet. Zwischen 1340 und 1470 herrschte dann das Volk der Chímu über das Areal bis schließlich die expandierenden machtbesessenen Inka auch die Herrschaft über die Pyramiden von Túcume übernahmen.

Pyramiden von Túcume, Peru
Huaca – Tempelberg

Pyramiden von Túcume, Peru

Pyramiden von Túcume, Peru, Birgit Knoblauch

Als Mitte des 16. Jahrhundert dann die Spanier den Kontinent einnahmen, wurde die Stätte spontan verlassen. Grund war laut Aussagen von Historikern, dass ein Bote mit einer unheilvollen Botschaft in den Valle de las Pirámides eilte: Götter auf vier Beinen, so wurden die Spanier auf ihren Pferden wohl gesehen, hätten den Inka Gott besiegt. Vermeintlich gottlos und daher ohne Schutz durch ihren Gott zündeten die Bewohner in Panik all ihre Häuser an und verließen mit ihrem restlichen Hab und Gut die Pyramiden von Túcume. Das zu verstehen viel uns dann doch schwer.

Pyramiden von Túcume, Peru

Pyramiden von Túcume, Peru, Peter Weilharter

 

Sechura – der Weg war das Ziel

Richtung Sechura
Richtung Sechura

Richtung Sechura

Richtung Sechura
Fischerboote an der Nordküste Perus

Die Fahrt ging weiter durch eine wunderschöne Wüstenlandschaft nach Sechura, 54 km südlich von Piura.

Sechura, Peru
Iglesia de San Martín, Sechura

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