Nationalpark Tambopata

22. Dez

Der Tambopata Nationalpark befindet sich im peruanischen Amazonagebiet im Departamento Madre de Dios und umfasst 274 690 Hektar.

Puerto Maldonado, Amazonas, Peru
Puerto Maldonado

Von Puerto Maldonado aus gelangt man über den Fluß Rio Madre de Dios direkt in das Schutzgebiet.

Dank Odebrecht-Skandal gelangt man in nur wenigen Stunden von Cusco nach Puerto Maldonado

In Puerto Maldonado selbst befindet sich ein kleiner Flughafen, wer aber das Land wirklich sehen möchte, fährt von Cusco aus über die Interoceano Sur in nur einen Tag nach Puerto Maldonado. Die Straße ist durchgehend geteert und daher sehr gut zu befahren. Der Entscheidung zum Bau der Interoceano Sur waren horrende Schmiergeldzahlungen an die damaligen politischen Entscheidungsträger durch den Bauunternehmer Odebrecht vorangegangen.
Das vordergründige Argument diese Straße würde den Handel zwischen Brasilien und Peru beleben war von vornherein ein Scheinargument um hier öffentliche Gelder zu privatisieren. „Nationalpark Tambopata“ weiterlesen

Auf den Pfaden von Fitzcarrald

21. Dez

Gemeinde Fitzcarrald, Peru

Nahe Puerto Maldonado an der Interoceanica Sur (30C) befindet sich die Gemeinde Fitzcarrald, genannt nach Carlos Fermín Fitzcarrald López, einem legendärer Kautschukhänder während des Kautschukbooms im 19. Jahrhundert.

grüne Raupe, Amazonas, Peru
Kann uns jemand bei der Bestimmung helfen?

Er hatte das gesammte Gebiet vom Ucayali bis zur Madre de Dios unter seiner Kontrolle. Die Feindschaften der indigenen Stämme des Regenwaldes untereinander nutzte er, indem er diese mit Waffen ausstattete und als Bezahlung Angehörige des befeindeten Stammes forderte, die er dann für seine Dienste versklavte. Kautschuksammlern gab er Geld und Güter im voraus, womit diese dann in Schuldknechtschaft ihm gegenüber standen.

Die Indigenen selbst konnten mit dem Kautschuk nichts anfangen, hatten aber nun keine Möglichkeit mehr ihrer traditionellen Selbstversorgung nachzugehen.

Für die dort lebenden Indigenen galt: Wer sich weigerte ihm zu dienen wurde ermordet

Auf einer seiner Erkundungsreisen stieß Fitzgarrald 1894 am oberen Manú auf eine Gruppe von Masho-Piro. Entgegen Fitzcarralds Erwartungungen lehnten diese jegliche Geschäfte mit Weißen ab und forderten darüberhinaus Fitzcarrald und seine Männer auf, das Gebiet zu verlassen, da diese das Wild vertrieben und zudem Krankheiten einschleppen würden. Fitzcarrald lies daraufhin mehrere Massaker an den Mashcos verüben, die weit über 100 Todesopfer auf Seiten der Indigenen forderte. Die Überlebenden flohen in unzugänglichere Gebiete, wo deren Nachfahren noch heute den Kontakt zu Fremden vermeiden.

Echse, Amazonas, Peru

Ehre für einen selbstsüchtigen Barbaren

Er war also ein Kriegstreiber, ein Umweltzerstörer, Sklavenhändler und Massenmörder und trotzdem wurde u. a. eine Gemeinde nach ihm benannt.

Dabei wird Fitzcarrald als derjenige gedacht, der den Isthmus (Istmo de Fitzcarrald), daher die Landverengung zwischen den Flüssen Ucayali und Purus entdeckte, mit dem Ziel beide Flüsse durch eine Eisenbahnlinie zu verbinden.

Ich verstehe nicht, was daran so ehrenwürdig sein soll.

Unser Track an diesem Tag

Am Ufer des Rio Tambopata

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Unweit von Puerto Maldonado, am Ufer des Flusses Rio Tambopata befindet sich die Ecolodge Sotupa. Dort wollten wir die nächsten zwei Nächte verbringen, um wenigsten für kurze Zeit den Flair eines Amazonasgebietes zu genießen. Der Rio Tambopata ist ein rechter Nebenfluss des Rio Madre de Dios im gleichnamigen Departamento.

Sotupa Ecolodge, Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Eine Affenfamilie lebt in der Umgebung dieser Lodge und kostet das Entzücken der Tourist_innen aus.

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Rio Tambopata, Amazonas, Peru

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres – ein Segen für Tiere in Not

Etwa 200 m von der Sotupa Lodge entfernt befindet sich eine Station, die sich zur Aufgabe macht, Tiere in Not zu pflegen mit dem Ziel sie wieder in die Natur zu entlassen.

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru

Im Grunde wird das sehr umfangreiche und weitläufige Reha-Zentrum von einer einzigen Frau, Magali Salinas, geführt. Affen, Tukane, Papageien, Wildschweine, Hirsche und viele Arten mehr werden hier wieder aufgepäppelt, medizinisch versorgt und wenn irgend möglich, wieder in die Natur an einem entsprechenden Ort entlassen. Einige der Tiere stammen aus menschlicher Gefangenschaft. Als diese „Haustiere“, etwa weil der Affe nun 50 kg wiegt, nicht mehr den Anforderungen seines Besitzer genügten, landeten sie bei Magali Salinas.

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru
blauer Ara
Tukan, Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru
Tukan
Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru
hellroter Ara, der im Gelände frei umherfliegt

Seit November 2016 lebt auch ein Faultierjunges in dem Zentrum. Frau Salinas ist nun die liebevolle Ersatzmama des erst wenige Wochen alten Babys.

 

Auf dem Gelände stehen ein paar Cabañas, bereit zum Bezug für Volantair_innen.

Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru
Cabaña für Volantaire
Wer also Lust auf eine interessante Freiwilligenarbeit inmitten des Regenwaldes in Rio Madre de Dios hat, der ist hier herzlich willkommen.
Centro de Rehabilitación y Conservación de Animales de Silvestres, Amazonas, Peru
Brüllaffe der seinem Namen alle Ehre macht

Hier ein Link mit mehr Informationen und die Kontaktadresse.

Rio Tambopata, Amazonas, Madre de Dios, Peru
…am Rio Tambopata

Rio Tambopata, Amazonas, Madre de Dios, Peru

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Rio Tambopata, Amazonas, Madre de Dios, Peru

Rio Tambopata, Amazonas, Madre de Dios, Peru