Parque Nacional Cutervo – der älteste Nationalpark Perus

11. Dez.

Die Fahrt führt uns von Piura zum rund 400 km entfernten San Andrés de Cutervo. Ziel ist der älteste Nationalpark Perus.

Wie überall in den ärmeren Gegenden Perus, und das ist nach unserer Beobachtung der flächenmäßig größte Teil von Peru, ist das wichtigste Fortbewegungsmittel das Mototaxi (Motorradtaxi). Eine Ortschaft kündigt sich daher meist wie folgt an: Zuerst Müllberge an den Straßenränder, dann, vor größeren Gemeinden, Polizei und kurz danach kreuzen auch schon die Mototaxis die Fahrbahn.

Nationalpark Cutervo, Peru

LI-104, la Carretera Huanchaquito – Huanchaco. Eine traumhaft schöne Strecke in Norden von Peru

Ausblicke auf der Carr. Fernando Belaúnde Terry, der PE-3N (Longitunal de la Sierra Norte):

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Nach einer abwechslungsreichen Fahrt auf der Carr. Fernando Belaúnde Terry, der PE-3N (Longitunal de la Sierra Norte), vorbei am Rio Huancabamba, biegt man noch einige Kilometer vor Chiple rechts in die LI-104 Richtung Pimpingos ein.

Rio Huancabamba, Peru
PE-3N, Rio Huancabamba
Nationalpark Cutervo, Peru
kleines Dorf an der LI-104 zum Nationalpark Cutervo

Nationalpark Cutervo, Peru

Was uns dann erwartete waren atemberaubende Ausblicke, teilweise enge Bergstraßen, friedlich anmutende Ortschaften, die uns an Südtiroler Bergdörfer erinnerten, einsam gelegene Fincas und vor allem wunderschöne Landschaften. Diese Fahrt war auf jeden Fall ein Highlight auf unserer Reise durch Peru.

LI-104, Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Der Nationalpark Cutervo

Dem Umweltschützer und Biologe Salomóm Vilchez Murga ist es wohl zu verdanken, dass 1961 die Gründung des Nationalparks Parque Nacional Cutervo vollzogen wurde. Der Park ist der älteste Nationalpark Perus und liegt im Distrikt San Andrés de Cutervo in der Region Cajamarca. Auf 92 km² findet man eine sehr abwechslungsreiche Flora wie etwa Nebelwälder, Wiesenlandschaft und auch zwergwüchsige Wälder.

Nationalpark Cutervo, Peru

Darüberhinaus schmücken Wachspalmen (Ceroxylon quindiuense) ein weites Areal des Waldes, das nach unserer Beobachtung sich sehr wohl mit dem angeblich einzigartigen massenhaften Vorkommen dieser Wachspalmen in Valle de Cocora in Kolumbien vergleichen lässt.

Wir haben hier auf jeden Fall flächenmäßig ein weit aus größeres Areal mit diesen Palmen vorgefunden, als dies in Valle de Cocora der Fall ist.

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Kurz vor San Andrés de Cutervo befindet sich der offizielle Eingang zum Park. Leider finden nur sehr wenige Tourist_Innen den Weg in diesen schönen Nationalpark, so dass die entsprechende Infrastruktur dazu bescheiden ausfällt.

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

Nationalpark Cutervo, Peru

San Andrés de Cutervo, der Ausgangsort für Wanderungen in den Park

Das nette Städtchen San Andrés de Cutervo liegt auf 2050 m in der Provinz Cajamarca. Von hier aus kann man Wanderungen in den Park absolvieren, wie etwa zu der nahe gelegenen Höhle, und übernachten. Eine Seitenstraße vom Hauptplatz entfernt befindet sich die derzeit (Stand Dezember 2016) einzige Unterkunft in der Nähe des Nationalparks. Das Hostal El Guaicharo besitzt einige Doppelzimmer mit einem Gemeinschaftsbad (30 Sol für 2 Personen). Der Besitzer ist gleich nebenan im Gemischtwarenladen zu finden.

San Andrés de Cutervo, Nationalpark Cutervo, Peru

Die in den 60er Jahren erbaute Kirche am Hauptplatz scheint immer noch in der letzten Bauphase zu stecken, wirkt aber auf den ersten Blick sehr imposant.

San Andrés de Cutervo, Nationalpark Cutervo, Peru

San Andrés de Cutervo, Nationalpark Cutervo, Peru

San Andrés de Cutervo, Nationalpark Cutervo, Peru
Ein Hang mit Wachspalmen (Ceroxylon quindiuense) umgibt den Ort San Andrés de Cutervo

Viel Reis mit wenig Fleisch – das eigentliche Nationalgericht in Peru

Einige Restaurants sind um den Hauptplatz verteilt. Wie in der gesamten ländlichen Region gleicht sich das Angebot: Viel Reis mit einem kleinen Stück Fleisch. Als Beilage dazu vielleicht noch Bohnen und/oder geschnittene Kartoffeln. Mit viel Glück hat man beim Fleisch die Auswahl zwischen Schwein, Rind und Huhn. Fleisch und Kartoffeln werden in reichlich siedendes Fett geworfen, Gewürze scheint es nicht zu geben. Das einzige was am Tisch dazu gegeben wird, ist Aji, eine scharfe Soße aus Pepperoni.

Meerschweinchen wird in den Bergregionen wenn überhaupt, dann am Straßenrand aufgespießt und gegrillt angeboten. Dort wo es grün ist, werden Meerschweinchen auch massenhaft gehalten, allerdings in erster Linie für den eigenen Bedarf.

Nationalpark Cutervo, Peru

Wir fanden auch weder in einem Reiseführer, noch im Tripadvisor einen Hinweis auf den Nationalpark Cutervo. Völlig zu unrecht wie wir finden.

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Die Wachspalmen von Valle de Cocora

 

Tag 14

Im Departamento Quindío, etwa 11 km östlich von Salento befindet sich im Flusstal des Rio Quindío der Weiler Cocora (Palestina). Am oberen Rand der Graszone, daher unterhalb des dichten Nebelwaldes, stehen zahlreiche bis zu 60 m hohe palmas de cera (Wachspalmen).

palma de cera (Ceroxylon quindiuense), Birgit Knoblauch
Quindio-Wachspalme (Ceroxylon quindiuense)

Die palma de cera (Ceroxylon quindiuense) gehört zu den höchsten Palmenarten der Welt und ist Kolumbiens Nationalbaum. Alexander von Humboldt soll 1801 diese Pflanzenart in Kolumbien entdeckt haben, tatsächlich wurde sie von der einheimischen Bevölkerung bereits etliche Generationen früher wahrgenommen und benannt. Angeblich findet man diese Bäume in keiner anderen Region in höherer Konzentration als hier.
Wenn man im Valle del Cocora vorbei an den Pferderanchos und den kleinen Restaurants weiter fährt kommt nach etwa 1 km die Bosque de Palmas. Hier befindet sich eine Finca und ein idealer Weg um die Bäume zu bestaunen.

Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)
Strömender Regen in den Thermen Santa Rosa de Cabal

,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)  ,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)

Der Besitzer verlangt 3000 COP (90 Cent) Eintritt für die Durchquerung seines Grundstückes. Die Begehung dieser fantastischen Landschaft ist dies allemal wert. Der Weg führt durch die Graszonen vorbei an den palmas de cera. Dann weiter in den Nebelwald. Wer will kann nach ca. 1 Stunde Fußmarsch die Einzäumung übersteigen um nach weiteren ca. 4 km z.B. zum sogenannten casa de colibri zu gelangen.

,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)  ,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense), Peter Weilharter

Wer einfach nur einen schönen Blick auf die Wachspalmen werfen möchte, dem ist zu empfehlen bereits vorher, etwa 1 km vor der Einzäumung einen kleinen Pfad quer über dem Grundstück nach unten zu folgen. Man geht hier auf einer weichen Wiese vorbei an den Palmen wieder hinunter zur Finca.

,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)
Kälbchen auf dem Bosque de palmas

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,Salento, palma de cera (Ceroxylon quindiuense)
Bis zur Bosque de Palmas haben uns Christin und Andreas begleitet, wir freuten uns sehr über diese Reisebekanntschaft und wünschen den Beiden noch spannende und schöne Tage in Kolumbien.

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Bei Sturzregen in den Thermalbäder bei Santa Rosa de Cabal

Der Himmel fing an zuzuziehen und wir fuhren weiter zu den Thermalbäder bei Santa Rosa de Cabal.

Wasserfall bei den Therman Sata Rosa de Cabal
Wasserfall bei den Thermen von Santa Rosa de Cabal

Santa Rosa de Cabal

Nahe Pereira, im Departamento Risaralda, liegt der kleine Ort Santa Rosa de Cabal. Von dort sind es noch 10 km bis zum Parkplatz zu den Bädern. Der Eintritt beträgt 20 000 COP (6 Euro). Man geht etwa 200 m hinauf zu den Umkleidekabinen und hat dann die Wahl zwischen 4 angenehm warmen Bädern.

Therme von Santa Rosa de Cabal

Leider wurden wir dann aufgrund des anscheinend nicht enden wollenden starken Gewitters gebeten das Wasser zu verlassen. Naja, es war trotzdem schön.
Die Übernachtung erfolgte heute im Hotel Tangara am Rande von Pereira. Hervorragendes WIFI, schöner Blick auf Pereira, sehr zu empfehlen.

Unser Track: