Cañon de Colca – fantastische Ausblicke am Lauf des Río Colca

28. Dez.

Chivay, Anden, Peru
Chivay

Typischer Ausgangsort für die Fahrt in den Cañon de Colca ist Chivay, ein auf 3660 m Höhe gelegene Ort in der Provinz Caylloma im Departamento Arequipa. Daher besitzt dieser kleine Ort ein ausreichendes Angebot an Unterkünften. Wir übernachteten im Casa Andina Classic und können dieses kleine Hotel mit dem besonderen Flair wärmstens empfehlen.

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Nationalreservat Salinas und Aguada Blanca – ein Besuch bei den Alpakas

27. Dez.

Puno, Anden, Peru
T1 VW Bus in Puno

Unser erstes Etappenziel an diesem Tag war das Naturreservat Salinas y Aguada Blanca. Es erstreckt sich über 366 936 Hektar und liegt in den Provinzen Arequipa und Caylloma der Departamentos Arequipa und Moqugua, westlich des Titicacasees.

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Chullpas von Sillustani – eine Grabstätte der untergegangenen Colla-Kultur

24. Dez.

Krippe im Hotel Libertador, Puno, Titicacasee, Peru

Unser bescheidener Track an diesem heiligen Tag:

Sillustani – eine archäologische Stätte nahe Puno

Sillustani, Puno, Titicacasee, Peru

Wie auf der oberen Karte zu sehen, liegt Sillustani nur wenige Kilometer entfernt von Puno auf einer Halbinsel im Lago Umayo auf 3897 m Höhe.

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Cusco – nicht nur ein kulinarisches Highlight

20. Dez

Eigentlich wollten wir schon 2 Tage früher in Cusco sein und dort auch übernachten, aber die Straßenblockade und das doch recht zähe Vorankommen der letzten Tage zwang uns zu einer Planänderung: Die Tour zu den Regenbogenfelsen musste ausfallen. Machu Pichu stand nie auf unserem Plan; diesen Massentourismus wollten wir uns nicht antun, zudem bekomme ich Pickel beim Anblick von Selfiesticks.

Cusco, Peru
Bus in Cusco

Die Fahrt von Abancay Richtung Cusco bescherte uns schöne Aus- und Anblicke.

3S, Peru
Abancay – Cusco
Wilaquta, Peru
Blick auf den Wilaquta

Wilaquta, Peru

Unser Track an diesem Tag:

Cusco – angenehm geprägt durch den Tourismus

Cusco, Peru
Cusco, Panoramaaufnahme

Cusco selber hat uns dann doch überrascht. Die Hektik und die Massen an Tourist_innen die wir erwarteten hielt sich in angenehmen Grenzen. Der Verkehr in der Innenstadt ist geprägt von Stillstand und genau den sollte man zumindest kurz einlegen, wenn man diesen Ort passiert. Auf der Plaza de Arma entlang schlendern, die kleinen Seitensträßchen bestaunen, einfach mal einen Stopp einlegen und diesen charmanten Ort genießen.

Cusco, Peru

Cusco, Peru

Cusco, Peru

Cusco, Peru

Und ich war dankbar für all die vielen Tourist_innen, die täglich diesen Ort besuchen, denn sie haben Spitzenrestaurants und etliche Lokalitäten mit gehobener Küche in diesen Ort gebracht.

Cusco, Peru

Wir denken, dass es im Umkreis von 1000 Fahrkilometer in keinen weiteren Küchen, anderes als das Übliche ‚viel Reis mit wenig Fleisch in Öl geworfen‘, serviert wird.

Cusco, Peru
Plaza Mayor del Cusco
Nach etlichen Tagen genossen wir endlich wieder eine wunderbar gewürzte und abwechslungsreiche Mahlzeit. Wir waren glücklich.
Cusco, Peru
…auch das ist Cusco

Cusco war leider nur ein kurzer Abstecher, wir wären gerne länger geblieben, aber die Zeit drängte, wir wollten schon morgen im Amazonas Gebiet sein.

Cusco, Peru
Geflügelverkauf, Cusco

Pikillaqta – ein Relikt der Wari-Kultur

Pikillaqta, Peru

Etwa 20 km östlich von Cusco befindet sich der Parque Arqueologico Pikillaqta. Es sind die Ruinen eines Dorfes der Wari, die zwischen 600 und 1100 n. Chr. die Andenregion bevölkerte. Hauptsitz der Wari war der Ort Huari (Wari), 25 km nordöstlich von Ayacucho.

Pikillaqta, Peru

Pikillaqta, Peru

Warum im 11. Jahrhundert das einst 300 000 km² Reich der Wari unterging ist nicht bekannt, die Inkas waren ausnahmsweise mal nicht schuld.

Pikillaqta, Peru

Pikillaqta, Peru
Blick von der archäologischen Stätte Pikillaqta

Hinauf zur Abra Pirhuayani auf 4700 m Höhe

Wallpayuq, Peru
Gebirgszug um Wallpayuq, Panaromaaufnahme

Um ins Amazonas Gebiet zu gelangen muss man erst hoch hinauf vorbei an den Bergen Wallpayuq und Kimdsachata und über den wunderschönen Pass Abra Pirhuayani.

Wallpayuq, Peru
Wallpayuq

Mahuayani, Peru

Wallpayuq, Peru
Wallpayuq

Wallpayuq, Peru

Abra Pirhuayani, Peru

Hinunter auf 600  m zum Rio Marcapata

Rio Marcapata, Peru

Rio Marcapata, Peru

Quincemil sollte dann unser heutiger Ort zum Übernachten werden.

Am vermeintlich ruhigeren Ortsausgang entdeckte ich ein Schild mit der Aufschrift „Hotel“ an einem mehrstöckigen Haus. In der hoteleigenen Tienda saß eine junge Frau, beschäftigt mit ihrem Handy. „Haben Sie ein freies Zimmer?“ Sie schaute nicht auf. „Nein, wir haben nur mehrere Betten.“ ??? „Haben Sie ein Zimmer mit einem Doppelbett?“ Sie schaute immer noch nicht von ihrem Handy auf.

Es war offensichtlich, dass ich störte und es war auch offensichtlich, dass hier kein Interesse bestand, ein Zimmer an uns zu vermieten. „Wir haben nur ein Zimmer mit Doppelbett, dunkel ohne Fenster und ohne Bad.“. „Könnte ich das Zimmer bitte sehen?“ Ich gab nicht auf. Jetzt blickte sie hoch. „Es ist ohne Fenster!“ „Und die Zimmer mit mehreren Betten?“. „Da muss ich schauen, es gibt aber nur ein Bad für alle Zimmer!“.

Sie führte mich in den oberen Stockwerk, vorbei an Zimmern mit ungemachten Betten zum letzten Zimmer. Es hatte mehrere saubere Betten und ein Fenster zur Straße hin mit Blick auf einen verlassen Flughafen. Geht doch.

 

 

Ayacucho – Abancay. Eine Fahrt durch die Zentralanden Perus

19. Dez

Ayacucho, regional Huamanga genannt, ist mit seinen mehr als 147 000 Einwohner_innen für die Gegend ein recht großer Ort und Hauptstadt der gleichnamigen Region.

Früh am Morgen wurden wir mit lauter Musik geweckt. Wir übernachteten im Hotel Sierra Dorada, in einer eigentlich ruhigen Wohngegend von Ayacucho, mit herrlichem Blick auf das Bergkreuz am Rande der Stadt. Die Musik kam von draußen und wurde immer lauter. Es war die Müllabfuhr. Mit Salsaklängen werden hier die Anwohner daran erinnert den Müll zur Abholung auf die Straße zu bringen.

Unser Track:

Auch heute war unser Ziel einfach „Richtung Cusco“.

Abancay, Ayacucho, Anden, Peru

Abancay, Ayacucho, Anden, Peru

Es war eine weitere Fahrt durch die Zentralanden von Peru.

Es ging im Rhytmus rauf und runter von teilweise unter 2000 m auf über 4200 Höhenmeter.

Es ging von der PE-3SL auf die PE-3S.

Es ging durch viele kleine Andendörfer, an unzähligen Kokafelder vorbei, die irgendwann von Zuckerrohrplantagen abgelöst wurden.

Wir waren in Abancay angelangt.

Abancay, Ayacucho, Anden, Peru

Abancay, Ayacucho, Anden, Peru
Leichentransport

 

 

Junín – Huancavelica – Ayacucho. Die anstrengensten 500 km unserer Reise

18. Dez.

Unser Track:

500 km ist keine besondere Herausforderung, 250 km davon aber fast ausschließlich einspurig und mit Gegenverkehr an einem steilen Abhang zu verbringen schon

Zumindest für mich. Peter dagegen schien recht unbeeindruckt, ihn störte lediglich, dass er kaum mal das Gaspedal durchdrücken konnte.

Anden der Region Huancavelica, Peru
Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica

Die Region Junín

Dorf in den Anden der Region Junín, Peru
Dorf in den Anden der Region Junín

Anden, Region Junín, Peru

Wir verließen die Albergue Bottger und Oxapampa am Morgen mit dem Ziel „Richtung Cusco“. Nach der Straßenblockade auf der PE-3N, die uns im Grunde 2 Tage kostete hieß es nun einfach so zügig wie möglich das Hochgebiet um Cusco zu erreichen. Relativ unspektakulär verlief anfänglich die Fahrt durch das Departamento Junín in den zentralperuanischen Anden. Die PE-22B  führte u.a. entlang der schönen Schlucht des Rio Chanchamayo. Der Kokaanbau ist hier eines der wichtigsten Einnahmequellen.

Anden der Region Junín, Peru
Mittagspause. Arbeiter_innen einer Kokaplantage
Anden der Region Junín, Peru
Kokaplantage

 

Über 200 km Serpentinen entlang des Rio Mantaro

Kurz nach Huancayo beginnt das Departamento Huancavelica und die PE-3S (Carretera Central Sur) führt hier direkt ins Flußtal des Rio Mantaro.

Anden der Region Huancavelica, Peru
Berglandschaft um den Fluß Rio Montaro, Region Huancavelica

Bei 12°25’36“ S 75°02’02“ W erblickt man die Überreste eines Bergrutsches, das einen Teil des Dorfes Cuenca mit sich riss. Ein großes Kreuz erinnert an das Ereignis. Die Region Huancavelica wird leider sehr oft von Überschwemmungen und Erdrutsche heimgesucht. Nach einer langen Trockenperiode werden die Gewässer reißend und der Rio Mantaro hat dabei schon manches Haus mit sich gerissen.

Anden der Region Huancavelica, Peru
Erdrutsch in Cuenca, oberhalb des Rio Mantaro in der Region Huancavelica

Anden der Region Huancavelica, Peru

Die Straße wurde immer enger, die Schlucht steiler. Ab und zu säumten ein paar Häuser den Wegesrand – Erholung pur neben dem sonst hoch konzentrierten Fahren am Abgrund.

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

Die Strecke Trampolín de la muerte in Kolumbien oder die besser bekannte Ruta de la muerte in Bolivien sind nette Sträßchen gegenüber dieser Strecke. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Fahrvergnügen sich auf rund 250 km erstreckte.

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Rio Mantaro, Zentralanden, Peru
Rio Mantaro
Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru
Hupen vor jeder Kurve ist hier obligatorisch – und nervig

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

Fahren am Abgrund in der Region Huancavelica, Zentralanden, Peru

In der Region Ayacucho kann man dann wieder entspannt, einfach nur die Landschaft genießen

Region Ayacucho, Anden, Peru
schöne Gesteinsformation am Straßenrand…
Region Ayacucho, Anden, Peru
…und eine noch schönere Vogelspinne auf der Straße
Region Ayacucho, Anden, Peru
Umgebung von Cancapampa

Region Ayacucho, Anden, Peru

 

 

 

 

Durch die wunderschöne Andenwelt der Bergregion Huaguruncho

16. Dez.

Unser Track:

Von Tocache aus ging unsere Fahrt rund 520 km in den Süden. Eigentliches Ziel war die Gemeinde Oxapampa, heutiges Ziel, soweit wir kommen.

Siete de Octubre

Die Kreativität der Namensgebung der Gemeinden ist in Peru meist eher bescheiden. Eines der häufigsten Städtenamen sind San Francisco und Buenos Aires und dann besitzt der Kalender noch viele Vorlagen….

Siete de Octubre, Peru

Die Fahrt ging von 500 m Höhe auf über 4300 m in die Anden

Eigentlich wollten wir bereits bei Luyando, im nördlichen Bereich der Bergkette Huaguruncho, in Richtung Osten abbiegen, aber die dortige Polizei bestand gutmeinend darauf dass wir erst im südlichen Bereich der Cordillera Huaguruncho uns nach Osten begeben.

Bei einer anderen Polizeikontrolle bestand der kontrollierende Polizist darauf, dass alle Deutschen Rassisten sind und fügte jedem seiner Sätze ein „Heil Hitler!“ an.

Ab Cerro de Pasca erreicht man ein Höhenplateau um 4000 m. Die Landschaft wird karg und Lamas kreuzen die Straße.

Cerro de Pasca, Peru
Schneemänner kurz nach Cerro de Pasca

Bergregion Huaguruncho, Departamento Junín, Peru

Etwa 30 km südlich von Cerro de Pasca bogen wir bei Ninacaca Richtung Osten ab.

Ninacaca, Peru
Kirche in Ninacaca

Nach Ninacaca geht es auf teilweise engen Bergstraßen in die wunderschöne Bergregion Huaguruncho im Departamento Junín. Traumhaft und einsam…und mit einem Blick auf den 5723 m hohen Nevado Huaguruncho.

Nevado Huaguruncho, Peru
Nevado Huaguruncho

Bergkette Huaguruncho, Junín, Peru

In Huachón fanden wir dann eine Unterkunft. Gleich am Hauptplatz befindet sich das Hotel Estrella. Im Auto zu übernachten ist hier allerdings die bessere Wahl. Es war das dreckigste Hotel, indem ich je übernachtete. Die Betten bekommen hier, wenn überhaupt wohl nur alle paar Monate einen neuen Matrazenbezug. Die gehäkelten Kissen und Decken wahrscheinlich nie. Es stank nach ranzigem Haarfett von etlichen Gästen, die hier vorher übernachtet hatten. Das Gemeinschaftsbad im Flur war so verdreckt, dass ich mich zu sehr ekelte, den Duschbereich zu betreten. Die Katzenwäsche am Morgen mit dem eiskalten Wasser war begleitet vom Ziepen der Meerschweinchen, die unweit in einem Verschlag ausharrten.

Am Hauptplatz selbst befindet sich auch ein Restaurant. Wir kamen uns ein wenig vor wie Aliens, zumindest wurden wir so begutachtet. Ausländische Touristen scheint es hier sehr selten zu geben.