Serranía de la Macarena

Tag 26/27

Von Yopal aus ging es weiter nach Macarena, mit dem Ziel am nächsten Tag den Caño Cristales zu erreichen. Der Caño Cristales wird auch als flüssiger Regenbogen bezeichnet, der von Juli bis November aufgrund seines Pflanzenwuchs in 5 Farben erscheint. Er befindet sich im Departamento Meta im Nationalpark Serranía de la Macarena.

Salzlagerstätte Upín – altes Handwerk das hier praktiziert wird

Ein Zwischenstopp führte uns in die Salinas de Upín bei Restrepo im Departamento Meta. Eine Salzabbaustätte, das noch nach traditioneller Art Salz gewinnt. Das Salz wird u.a. aus den zu 24 % salzhaltigen Bergbäche gewonnen.

 Salzabbaustätte Upín, Kolumbien, Birgit Knoblauch Erst wird das Wasser mechanisch gereinigt, u.a. durch Absetzen in einem Container, dann in verschiedenen Schritten getrocknet.

 Salzabbaustätte Upín, Kolumbien
Vorletzter Trocknungsschritt auf dem mit Kohle angefeuerten Ofen bei einer Außentemperatur über 38° C

 

 Salzabbaustätte Upín, Kolumbien
Arbeiter beim Verpacken des getrockneten Salzes
 Salzabbaustätte Upín, Kolumbien
aus diesen Wässern wird das Salz gewonnen

Nationalpark Serranía de la Macarena

Der Nationalpark Serranía de la Macarena besitzt eine hohe Artenvielfalt. So leben u.a. Ameisenbäre, Hirsche, verschiedene Affenarten, Pumas und mehr als 500 Vogelarten in den Wäldern des Parks.
Die FARC baut noch immer oder arbeitete zumindest bis vor kurzem an einer Zufahrtsstraße zu und durch den Caño Cristales. Diese wollen wir durchfahren.
Ecopetrol, Kolumbien
Ecopetrol Koumbien
Nachdem das Militär die FARC bei Macarena zurück gedrängt hat, wurden um den Ort Macarena durch Ecopertrol, das mehrheitlich dem kolumbianischen Staat gehört, zahlreiche Öl-Förderstellen errichtet.
Nach der Umsetzung des Friedensvertrages zwischen der FARC und der Regierung Kolumbiens ist zu erwarten, dass die noch geschützte Natur des Nationalparks Serranía de la Macarena bald durch Erdölexploration gefährdet sein wird.

Tag 27
Von Macarena aus brechen wir auf Richtung Caño Cristales. In Vista Hermosa mussten wir eine vom Militär bewachte, recht imposante Brücke passieren.

Brücke bei Vista Hermosa
Die vielen Löcher des Holzbodens der Hängebrücke wurde notdürftig mit losen Bretter bedeckt. Es darf jeweils nur ein Auto die Brücke passieren.

Die Beschaffenheit der Straße wurde immer mehr bestimmt durch schluffigen bis tonigen Feinboden.

 Nationalpark Serranía de la Macarena, Kolumbien

 Nationalpark Serranía de la Macarena, Kolumbien
am Wegesrand…

Dann kam der Regen und unser Ende der Fahrt

Regen auf tonigem Feinboden bedeutet, dass der Boden zu einer einzigen Rutschfläche mutiert. Wieder sehnten wir unseren Jeep herbei, es half nichts, irgendwann steckten wir fest.

 Nationalpark Serranía de la Macarena

 Nationalpark Serranía de la Macarena
Wir mussten auf Hilfe warten, die auch bald in Form zweier beneidenswerter Geländewägen hinter uns auftauchten.

 

Es war nun bereits das zweite Mal auf unserer Reise, beidem ein Geländewagen für das Erreichen des vorgesehenen Zieles unumgänglich war. Wir hatten uns aus Kostengründen im Vorfeld gegen ein solches Fahrzeug entschieden.
Coca-Coola Transporter, Kolumbien

Wir fuhren weiter Richtung Villavicencio. Und da hat es uns dann erwischt: Pico Placa

Wie bei jeder Stadt mit Pico Placa Regelung, hatten wir wieder die goldene Zahl erwischt; die 8 dürfte an diesem Tag die Stadt erst wieder um 20 Uhr passieren. Wir wussten, zumindest für Pereira, dass die Regelung erst für das Zentrum der Stadt gilt und schlossen daraus, dass wir im Außenbereich Villavicencio passieren dürften. Wir irrten. Die Polizei zog uns raus. Wir wussten, das wird jetzt wieder teuer.

Verhalten gegenüber der Polizei

Wir haben in Kolumbien die Erfahrung gemacht, dass die Polizei nur bei wirklich zu beanstandetem Fahrverhalten einen zur Kasse bittet – ganz im Gegensatz zu den kriminellen Polizeibanden in Mexiko, Honduras bzw. generell Zentralamerikas. Kolumbien besitzt wie alle südamerikanischen Ländern die wir bisher bereisten, eine Polizei, die bestechlich ist, aber zumindest kein Wegegeld erpressen.
Wenn man dann, vermeintlich zu Recht aus dem Verkehr gezogen wird, wird man aufgeklärt wie hoch die Strafe sein wird, die man am nächsten Tag oder bis zum Tag 5 nach dem Delikt in einem bestimmten Ort auf einem bestimmten Büro zu zahlen hat, um seine Papiere wieder zurück zu bekommen.
Nun gilt es zu verhandeln. Die Reduzierung auf die Hälfte der angesetzten Höhe der Strafzahlung bei (illegaler) Sofortzahlung ist immer drin. Noch weniger in der Regel auch. Am besten man verteilt das Bargeld bereits im Vorfeld auf verschiedene Geldbeutel und verweist darauf, dass in dem vermeintlich einzig zur Verfügung stehenden Geldetui nicht mehr Geld als ein gewisser Betrag vorhanden ist. Das funktioniert in der Regel.
Da dieses korrupte Verhalten durchgängig anzutreffen ist, denken wir, dass diese Korruption vom Staat gewollt ist, um die schmalen Gehälter der Polizist_Innen auf zu stocken.

Klicke auf ein Foto um die Galerie zu starten:

« 1 von 2 »